Ode an Andreas Lichte – die Gute Fee der Anthroposophie-Kritik

9. September 2011 at 11:14 pm 12 Kommentare

AnthroposophInnen und ihre KritikerInnen trennt eine Menge, und eins verbindet sie: Beide werfen sich gern gegenseitig inhaltliche Fehler und falsche Argumentationen vor (für alle Fälle haben sie dabei gute Freunde, die Anwälte, die den Debattengegner in die Schranken weisen). Ich werfe beiden beides vor, und habe deswegen mit beiden gelegentlich so meine Schwierigkeiten.
In einem offenbar wahrlich fiesen und garstig satirischen Artikel habe ich das hier beispielsweise vor einer Woche mit dem arg- und wehrlosen Anthro-Kritiker Andreas Lichte getan (der nach meinen ausführlichen Recherchen in der Akasha-Chronik nebenberuflich als Gute Fee der Anthroposophiekritik arbeitet). Andreas meldete sich promt mit mehreren Samstag-Morgen-Anrufen (seltsamerweise bei meiner Mutter) und im Folgenden wiederholt mit dem Hinweis per Mail, in dem Artikel fänden sich „falsche Tatsachenbehauptungen“. Allerdings überlies er es mir, herauszufinden, welche das waren und noch sein könnten.

Da Andreas also scheinbar sehr daran gelegen ist, dass dieser Artikel hier nicht steht, und mir sehr wenig an nervigem Gezanke ohne Substanz (worum es übrigens auch im Artikel ging), habe ich ihn rausgenommen und durch diesen diabolisch-denunziatorischen Kommentar ersetzt. Viel Spaß noch! 😉

Andreas Lichte in "hoffnungsvoller Pose", hundsgemeine Karikatur von Hundsfaschist Michael Eggert.

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Entry filed under: Andreas Lichte.

Die Rache des Steiner-Verlags Anthroposophische Geschichtsschreibung: Fundierte Daten, falsche Motivation?

12 Kommentare Add your own

  • 1. Michael Eggert  |  10. September 2011 um 12:17 am

    Ja, wie er leibt und lebt.

    Antwort
  • 2. Heiner Möller  |  11. September 2011 um 5:03 pm

    Sehr wohlwollender Artikel, der auch einmal partiell die „bright side of the moon“ zeigt.

    Gegen Freundlichkeit eines Ansgar Martins kann ja nun garnix gesagt werden. Wahrscheinlich würde Lichte sogar zusammenzucken, falls Pof. Hopmann Herrn Martins als Sektenmitglied und Rassistenfreund bezeichnen würde.
    Es s ist ja bekanntermaßen so: wenn man es am eigenen Leibe erspürt oder man zumindest Freunde hat …

    Aber um noch ein wenig Öl aufs Feuer zu gießen ( scheint noch notwendig zu sein):

    Gerade dieses gedankenlose und engstirnige “ Aburteilen und Verunglimpfen“ einer gesamten Bewegung mit Zuhilfenahme von polemischen Kommunikationsmitteln ( z.T. unterste Schublade) lässt mich Andreas Lichte immer wieder in den verschiedensten blogs auf die Finger hauen. Das hat er offensichtlich nötig.

    Und dann sage ich mir ( und habe es Lichte auch schon gesagt):

    Vielen Dank für die Möglichkeit, gegen solch dumme Verallgemeinerungen Stellung zu beziehen.

    Schöner wäre natürlich ein wenig mehr Offenheit und z.B. persönliche Stellungnahmen von Lichte zum Thema Karma, Wiedergeburt, Monismus, Dualismus, Steners Äußerungen zum Thema Rassen, Kants Äußerungen zu Rassen, Voltaires Antisemtusmus …… aber in der Regel antwortet er ja nicht….

    Vor allen Dingen es geht hier um Menschen ( Schüler, Betreute, Kunden, Mitarbeiter wie Lehrer, Heilpädagogen) die indirekt mit diskreditiert werden und diffamiert werden.

    Steiner spricht vom „mittleren Christusimpuls“. Lichte scheint zutiefst im Dualismus gefangen zu sein.
    Ich sehe allerdings durchaus kleine Keime…..

    Vielen Dank für den Artikel!

    Anmerkung AM

    Interessant, dass Sie diesen Artikel als wohlwollend bewerten. Anthro-Gegner empfinden dagegen meine Anthroposophiekritiken gern als wohlwollend bis euphemistisch und ich nehme an, dass Andreas diesen Artikel keinesfalls mag. Das bringt wohl das ominös-„labernde“ „Differenzieren“ mit sich 😀

    Ich denke, Andreas ist sich bewusst, dass Mitarbeiter, Schüler und Betreute mit diffamiert werden, hält das aber bei „der Sekte“ für berechtigt. An einer „offenen“ Darstellung bzw. historischen Betrachtung (die er wohl als Relativierungsversuch empfände) ist er offenbar nicht interessiert, aber das ist ja auch ein Alleinstellungsmerkmal.

    Irgendwelche anti-anthroposophische Absichten Stefan Hopmanns würde ich nicht überschätzen. Die Waldorfpädagogik ist kaum sein Hauptuntersuchungsfeld und es geht ihm sicherlich nicht um wahllose Verurteilungen. Lesen Sie mal was von ihm! Wenn von irgendwem der an mich gerichtete Vorwurf käme, „der Sekte“ zuzuarbeiten, wäre das Andreas spätestens nach diesem Artikel mutmaßlich sehr recht.

    Antwort
  • 3. I. Eberhardt  |  12. September 2011 um 12:53 pm

    Vielen Dank für diesen wieder einmal guten und weitmöglichst objektiven (trotz aller Satire) Artikel.

    Das Problem des Herrn Lichte ist glaube ich insbesondere die absolute Unfähigkeit (ich habe dies schon auf den Ruhrbaronen angesprochen und wollte dies noch weiter ausführen, leider wurden weitere Kommentare von mir zensiert), Graustufen zwischen schwarz und weiß wahrzunehmen. Dies unterscheidet ihn von allen seriösen Kritikern wie Zander, Staudenmaier, Martins & Co. und disqualifiziert ihn meiner Meinung nach vollständig für eine auch meiner Ansicht nach dringend notwendige Kritik der Anthroposophie. Oder wie es ein ehemaliger Lehrer von mir gesagt hat: „Es fehlt an einer Übersetzung in die heutige Zeit“! Ja, genau dies eben – aber pauschale Verunglimpfungen OHNE jeglichen Bezug zur Praxis (nein, eine mehr oder weniger erfolgreiche Waldorflehrerausbildung ist noch lange keine praktische Erfahrung) bringen keinen Nutzen, höchstens für die eigene Selbstdarstellung, die man AL leider nun so gar nicht absprechen kann.
    Insofern: D’accord für die drei Wünsche an Lichte, aber mit kleiner Ergänzung: „Sie braucht das so sehr wie du, allerdings nicht so“.

    Ich bin sehr gespannt, ob er es zukünftig schafft, auch mal auf Fragen selbst zu antworten, ohne sich selbst oder andere tausendfach zu zitieren. Das würde ihn vielleicht auch als Gesprächspartner interessanter machen – so wirkt es eigentlich nur noch hilflos.

    Anmerkung AM

    Hm, ich meine, dass es keine „Unfähigkeit“ ist, sondern Konsequenz so in etwa nach dem Motto: „Wer nicht gegen die Anthroposophie ist, ist für die Anthroposophie“.

    Tröstlich finde ich (auch wenn Sie das natürlich anders sehen werden, da es ja Sie betraf ;-)), dass auch die Ruhrbarone in Anthroposophiedebatten gelegentlich Kommentare nicht freischalten können. Das geht mir (leider) auch so.

    Antwort
    • 4. I. Eberhardt  |  14. September 2011 um 7:55 am

      Haben Sie denn den Eindruck, dass die Ruhrbarone und insbesondere Herr Laurin eine neutrale Position gegenüber dem Thema einnehmen?
      Ich nicht – müssen sie ja auch nicht, und ich bin über zensierte Beiträge von mir auch nicht persönlich beleidigt. Traurig finde ich es allerdings, wenn von der einen Seite (Lichte) Beschimpfungen wie „idiotische Behauptungen“, „Lügner Detlev Hardorp“ etc. geduldet werden, von der anderen Seite aber nur geringste Repliken darauf zensiert werden.

      Natürlich gibt es Beiträge, an deren Veröffentlichung überhaupt nicht zu denken ist; meiner aber sicher nicht – insbesondere, wenn man vorherige Artikel eines AL zum Maßstab nimmt.

      Die Konsequenz ist dann, dass man sich das Kommentieren künftig erspart. Schade, im Sinne einer wirklichen Diskussion, aber wahrscheinlich ist letzteres auch nicht gewollt.

      Anmerkung AM

      Aber nein, die Position Stefan Laurins ist sicher alles andere als neutral (aber auch Ihre und meine). Wobei sich Stefan Laurin nach meinen Informationen vor einiger Zeit mit zwei Vertretern des Bundes der Freien Waldorfschulen getroffen haben soll.

      Natürlich: wenn meine Kommentare nicht freigeschaltet würden, wäre das für mich auch ein Grund, nicht mehr dort zu kommentieren.

  • 5. Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie  |  12. September 2011 um 6:22 pm

    Autor und Kommentatoren wenden sich also gegen die „pauschale“ Be- und Verurteilung der „Anthroposophie“ und der „Anthroposophen“, fordern „Differenzierung“ statt „Diffamierung„ und „Offenheit“ statt Abgrenzung. Anders ausgedrückt: Sie verlangen mindestens partiellen Zuspruch, Anerkennung und Lob für diese „Bewegung“, die allenfalls solidarisch in Teilen, aber auf keinen Fall ablehnend in toto kritisiert werden dürfe. Am allerwenigsten sei es zulässig, nicht nur die Ideologie als solche in Frage und bloßzustellen, sondern auch noch jene, die sich zu ihr bekennen und diese praktizieren, denn die wollen doch nur das Beste. Das wollten allerdings subjektiv und vorgeblich schon immer alle zu jeder Zeit und in jeder Hinsicht. Die Frage ist nur, ob das nicht aus guten Gründen bestritten werden kann, darf und muss und ob das nur für Marginalien oder doch auch für den Kern des Anliegens und das gesamte Unterfangen gilt sowie nicht nur für die Theorie, sondern auch und gerade für Taten und Täter. Die Antwort lautet auch bezüglich der Steiner-Jünger und ihrer „Anthroposophie“ ganz entschieden: Ja. Andreas Lichte gehört zu jenen, die die Gründe dafür vielfach ausführlich dargelegt haben, immer wieder die irrwitzigen und abartigen Überzeugungen der „Anthroposophen“ mit Zitaten ihres „Meisters“ Rudolf Steiner und seiner glühenden Verehrer deutlich vor Augen führte.

    Was haben Autor und Kommentatoren dagegen in der Hand? Die „Anthroposophie“ sei „ganzheitlich“, dürfe aber nicht insgesamt bewertet werden – bzw. wenn, dann positiv? Und wo sind die programmatischen Inhalte, die sie Andreas Lichte gegenüber geltend machen wollen? Warum werden die Fürsprecher der „Bewegung“ nie konkret? Warum nennen sie nicht die Stellen im Werk des „Hellsehers“, die eine positive Wertschätzung abnötigen und die im Sinne ihrer Darlegungen noch dazu als die relevanteren vom unsäglichen Rest zu extrahieren wären. Gäbe es dergleichen, wäre das Internet voll mit Zitaten des anthroposophischen Führers, dessen Wortlaut seine ehrenwerte Gefolgschaft eigentümlicherweise in der Öffentlichkeit gerade nicht ausgebreitet sehen möchte. In Ermangelung rationaler Argumente und überprüfbarer Belege wird dagegen konsequent versucht, anstelle der Kritik die Kritiker zum Thema zu machen. Auch der vorstehende Artikel entbehrt jeder Fragestellung und Beantwortung, kommt ohne jeden sachlichen Inhalt aus. Eine „Distanzierung“ von Andreas Lichte sei „überflüssig“, meint der Autor, hält aber sinnfreie persönliche Invektiven für nötig, mit der Begründung, darum gebeten worden zu sein, und zwar von Freunden der „Erziehungskunst“ Rudolf Steiners, von erwachsenen Menschen, die an Hellseher, Geister und Dämonen glauben und das als „Waldorfpädagogik“ deklarieren. An einer Anthroposophie-Satire sei der Autor beteiligt. Das ist wohl richtig, nur anders als er es meint.

    Anmerkung „der Autor“

    Dann ist es in doppelter Hinsicht richtig.

    Der Kommentator geht, wie er wissen könnte, an meiner Absicht und meinen Aussagen vorbei. Ja: Ich habe positive Erfahrungen mit der Waldorfpädagogik gehabt und Kontakt mit sehr vielen, denen das ähnlich geht, auch wenn sie keineswegs an Geister, zwei Jesusknaben und Gespenster glauben. Wie Sie wissen, sind meine Beiträge zur Anthroposophie meist und in erster Linie Kritiken, nur sehe ich überhaupt keinen Grund, so zu tun, als hielte ich die Waldorfpädagogik für einen homogenen Verein zur Organisation von mediumistischem Kindesmissbrauch. Von „Ganzheitlichkeit“ halte ich herzlich wenig, auch den Glauben daran können Sie mir nicht ernsthaft vorwerfen.

    Der vorstehende Artikel bringt sehr wohl Inhalte: Er versucht, die unterschiedlichen Zugänge von Andreas Lichte und meiner Wenigkeit zur Anthroposophie darzulegen und erläutert anschließend, warum ich Andreas‘ Argumentationnsweise für das halte, was Sie bei mir als „sinnfrei“ bezeichnen. Sicher, er liefert wichtige Kritikpunkte (die sich mit den meinen großenteils überschneiden), aber die konkreten Darlegungen lassen dann, wie ich meine, gezeigt zu haben großenteils doch arg zu wünschen übrig (etwa seine Auslassung zum Thema Anthroposophie und Apartheid im letzten Ruhrbarone-Artikel).

    Anders ausgedrückt: Sie verlangen mindestens partiellen Zuspruch, Anerkennung und Lob für diese „Bewegung“, die allenfalls solidarisch in Teilen, aber auf keinen Fall ablehnend in toto kritisiert werden dürfe.

    Ich behaupte an keiner Stelle, dass Kritik konstruktiv sein müsse (und stelle im obigen Artikel einmal klar, dass sie dass ganz udn gar nicht sein muss) und frage mich, warum sie mir unterstellen, dass ich „differenzieren“ für „partiell zustimmen“ halte. Wie Ihnen aufgefallen sein dürfte, kritisiere ich hier an Andreas auch kaum konkrete Aussagen (das würde in ausufernden Hickhack enden), sondern einen Diskussionsstil. Ich sehe allerdings auch überhaupt keinen Grund, meine Einschätzung der „real Existierenden“ Anthroposophie über Bord zu werfen, weil er oder Sie anderes behaupten würden. Zum Beispiel hier:

    Eine „Distanzierung“ von Andreas Lichte sei „überflüssig“, meint der Autor, hält aber sinnfreie persönliche Invektiven für nötig, mit der Begründung, darum gebeten worden zu sein, und zwar von Freunden der „Erziehungskunst“ Rudolf Steiners, von erwachsenen Menschen, die an Hellseher, Geister und Dämonen glauben und das als „Waldorfpädagogik“ deklarieren.

    Dass es „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ gibt, die weder an Dämonen etc. glauben noch solche als Pädagogik „deklarieren“, mag Ihnen entgehen, aber a priori vorauszusetzen, ich sei von „solchen Leuten“ angeregt worden, ist ein Irrtum. In diesem Falle Ihrerseits.

    Antwort
  • 6. Heiner Möller  |  12. September 2011 um 11:55 pm

    Der Kommentar von „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophen“ trieft vor Unterstellungen und dem dazugehörigen Vokabular, dass eine “ überdurchschnittliche „Nähe der Anthroposophen zu den Nationalsozialisten suggerieren will.
    Ich hätte gerne die Zusage von Lichte oder von „Nachricht aus Welt der Anthroposophen“, wo ich diesen Text einmal analysieren kann, um aufzuzeigen, wessen Geistes Kind der Verfasser des letzten Kommentars ist – auch mit der verbindlichen Zusage, nicht zum wiederholten Male zensiert zu werden. 😉
    Gern bei den ruhrbaronen oder bei den Nachrichten aus der Welt d.A.

    Nur Mut!

    Anmerkung AM

    Ja, er enthält Unterstellungen und ziemlich offensichtlich Vorwürfe, aber einen Nazivergleich kann ich nirgends entdecken.

    Wenn Sie einen Blog betreiben würden, könnten Sie die sogenannte „Zensur“ wahrscheinlich nachvollziehen. Gelegentlich kommen Kommentare, die lassen einem die Kinnlade runtersacken… natürlich sowohl von Pro-, wie Anti-Anthros…

    Antwort
  • 7. Heiner Möller  |  13. September 2011 um 6:31 pm

    Ok, vielleicht bin ich da ein wenig übersensibilisiert. Mir fiel bei der Bezeichnung „Führer“ doch ziemlich die Kinnlade runter.

    Von den anderen Unterstellungen und den dazugehörigen Formulierungen mal ganz abgesehen – die würde ich gern im Einzelnen widerlegen.
    Leider zeig(en)t AL oder N.a.d.W.d.A nicht den nötigen Mut mir zuzusagen, dass sie/er nicht zensieren werden.

    Nein, ich betreibe keinen blog und habe kein Verständnis dafür, dass in der Vergangenheit zahlreiche Kommentare, die den ruhrbaronen nicht gefielen, zensiert wurden.

    Es ist bezeichnend, dass, wenn einmal Kant oder Voltaire ins Gespräch gebracht werden, sofort zensiert wird. Vor diesbezüglichen „Vergleichen“ haben Lichte & Laurin wohl Angst, wie der „Teufel vor dem Weihwasser“, obwohl ich in diesem Zusammenhang nicht e i n m a l Kant als Rassisten bezeichnet habe.
    In der Hoffnung das AL (find ich gut als Kürzel) noch mal Mut fasst…. ;.)

    Ihnen erst einmal vielen Dank – so weit so gut!
    MfG

    Anmerkung AM

    Oh ja, den „Führer“ hatte ich schon routiniert überlesen. Eine süße rhetorische Wortwahl.

    Ich habe in einem Kommentar bei den Ruhrbaronen anthroposophischen Paternalismus mit dem Albert Schweitzers verglichen. Das ging durch. Natürlich kann ich sehr gut verstehen, dass Sie Ihre Kommentare auch gern online lesen würden.

    Da ich mich aber auch gelegentlich zum, wie Sie sagen würden, „zensieren“ gezwungen sehe, scheint mir Kommentarpolitik aber grundsätzlich ein unvermeidbares Übel zu sein. Zensur halte cih allerdings für eine falsche Bezeichnung.

    Antwort
  • 8. Herrmann Finkelsteen  |  13. September 2011 um 10:35 pm

    Der Egoist wollte uns diesen Herrn Lichte mit diesem Bild als Uribischer Botschafter andrehen, nachdem es in der Berliner Botschaft zu einem Eklat mit Happy Beater, Goy u.s.w. gekommen ist. Wir hatten damals eine Revolution in Uribistan und Parteimitglied konnte er nicht werden, er wollte uns Uribiern geheime Briefe zuspielen Ravigliagh und Molnau, völlig belangloses Zeug von einem durchschnittlichen Anthroposophen und einem NPDler, der mal einige Zeit jeden Morgen “ Ich schaue in die Welt…“ vor Kindern rezitiert hat. Das hat der Egoist nun wirklich nicht verdient, mit Nazi und so….Ich meine die Nationalisten in der Info 3 Redaktion sind auch nicht mehr laut, sie sind eher soetwas wie Meditationshintergrundsmusik mit Honig verklebten New Age Synthyklängen, wie man sie in den Biosupermärkten in Kalifornien hört, völlig belanglos. Von astralen Tigern zu ätherischen Pflanzenwesen mutiert. Schade eigentlich, jetzt kann man sich gar nicht mehr streiten mit ihnen, es bleibt mir nur ein mildes Augenzwinkern rüber und ein liebevoller Klaps auf die Astralschulter, wie auch Herrn Lichte. Ich schliesse mich der Positivitätsübung an.
    Alles ist gut!
    Herrmann Finkelsteen

    Antwort
    • 9. Herrmann Finkelsteen  |  16. September 2011 um 9:38 am

      Was passiert eigentlich wenn die Daumen mehrheitlich nach unten zeigen, wird man dann den Löwen vorgeworfen oder muss man zur Strafe dann eine Kreuzfahrt in einer Doppelkabine mit der guten Fee der Waldorfkritik ans Nordkap machen? Oder was passiert dann eigentlich?
      Herrmann Finkelsteen

    • 10. Heiner Möller  |  16. September 2011 um 4:40 pm

      Ich bin der Heiner und bin wieder rückfällig geworden und habe meine Positivitätsübung nicht mehr gemacht …..

      aber von Herrmann Finkelsteen – da will ich mehr 🙂

      „Mein“ kleiner Beitrag fürs Wochenende:

      Der Würfel

      Ein Würfel sprach zu sich: Ich bin
      mir selbst nicht völlig zum Gewinn!

      Denn meines Wesens sechste Seite,
      und sei es auch Ein Auge bloß
      sieht immerdar, statt in die Weite,
      der Erde ewig dunklen Schoß.

      Als dies die Erde, drauf er ruhte,
      vernommen, ward ihr schlimm zu Mute.

      Du Esel, sprach sie, ich bin dunkel,
      weil dein Gesäß mich just bedeckt!
      Ich bin so licht wie ein Karfunkel,
      sobald du dich hinweggefleckt.

      Der Würfel, innerlichst beleidigt,
      hat sich nicht weiter drauf verteidigt.

      von Christian Morgenstern

      Ringelnatz:

      Arm Kräutchen

      Ein Sauerampfer auf dem Damm
      stand zwischen Bahngeleisen,
      machte vor jedem D-Zug stramm,
      sah viele Menschen reisen.
      Und stand verstaubt und schluckte Qualm,
      schwindsüchtig und verloren,
      ein armes Kraut, ein schwacher Halm,
      mit Augen, Herz und Ohren.

      Sah Züge schwinden, Züge nahen.
      Der arme Sauerampfer
      sah Eisenbahn um Eisenbahn,
      sah niemals einen Dampfer.

  • 11. thuggery « the ethereal kiosk // zooey  |  18. September 2011 um 4:47 pm

    […] just learnt that Ansgar Martins has had to remove a post on the topic Andreas Lichte (there’s still a copy in […]

    Antwort
  • 12. Herrmann Finkelsteen  |  8. Oktober 2011 um 8:33 pm

    Liebe Daumen nachunten Zeiger Leser und leserinnen dieses Blogges!
    Ihr seid ein Produkt spätrömischer Dekadenz. Zeigt weiter Euren Daumen!
    Herrmann

    Antwort

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Hallo allerseits,
Ich bin Ansgar Martins, geb. 1991 und war bis Juni 2010 Schüler an der FWS Mainz. Inzwischen studiere ich Religionsphilosophie, Soziologie und Geschichte in Frankfurt a. M. Dieser Blog ( dessen "Leitbild" ganz oben rechts ) ist mein persönliches Projekt, um die oft einseitigen und selbstgerechten Pro- und Contra-Positionen in der Debatte um die Waldorfpädagogik und Anthroposophie kritisch zu kommentieren. Ich hoffe, das gelingt, und freue mich über Rückmeldungen jeder Art!

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