Wie geht’s weiter?

15. Juni 2009 at 10:37 pm 5 Kommentare

Hallo zusammen!

Nachdem namenstaenzer.de nun sicher entgültigzumacht und hier trotz Ankündigungen und Ambitionen meinerseits noch nichts erschienen ist, doch kurz noch ein paar Zeilen. Ich bin bis Anfang Juli im Ausland und habe weder Zeit noch Gelegenheit, was zu schreiben.

Grundsätzlich stehen aber zwei Themen an, die ich kurz schon einmal skizzieren will:

1. SchülerInnenpartizipation an Waldorfschulen

Anhand der SchülerInnenVertretungsarbeit an deutschen Waldorfschulen werde ich aufzeigen, warum eine Individualisierung und Erneuerung der Waldorfpädagogik überfällig ist. Nur eine Schule, in der SchülerInnen Unterrichtsgeschehen und Verwaltung mitbestimmen, darf wirklich die Sprüche „Erziehung zur Freiheit“ oder „vom Leben lernen“ auf ihre Fahnen Schreiben! ( Vgl. auch Rüdiger Iwan )

2. „Zanders Erzählungen“ von Lorenzo Ravagli.

Der „Erziehungskunst“-Journalist Ravagli, dessen befremdliche Aktionen die Waldorfpädagogik in prekäre Situationen bringen ( vgl. NPD-Blog ), hat eine polemische Abwehrschrift gegen das Werk „Anthroposophie in Deutschland“ von Helmut Zander ( vgl. das Interview „Mysterium Anthroposophie“ )geschrieben. Zanders historisch-kritischer Ansatz, der aber auf dem Anspruch steht „spirituelle Weisheit“ und historische Forschung nicht gegeneinander auszuspielen, wäre ein Anstoß für eine zeitgemäße, grundlegende Neuausrichtung der Anthroposophie. ( vgl. „Heilsame Verunsicherung“ ) Ravaglis Buch, „Zanders Erzählungen“ stellt dagegen denVersuch dar, Zanders Bemühungen durch die Unterstellung einer Zerstörung von „Heiligem“, den Wunsch, „statt den Engel das Tier im Menschen zu sehen“ u.ä. zu denunzieren. An dutzenden belanglosen Detailfehlern von Zanders Werk und aus anthroposophischen Dogmen heraus bemüht Ravagli das ganze Geschütz der anthroposophischen „Betonfraktion“ gegen den Forscher ins Felde, ohne seine eigentlichen Ergebnisse zu treffen.

Ich hoffe, ich konnte Euch interessieren. Spätestens im Juli Ausführlicheres!

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Waldorf-Blog “Vollgas mit Handbremse“ – Warum Waldorfschulen mehr SchülerInnenpartizipation brauchen (1.)

5 Kommentare Add your own

  • 1. Cardinal  |  16. Juni 2009 um 9:59 pm

    Na das kann ja was werden. Bis Juli 😉

    Antwort
  • 2. Thomas  |  20. Juni 2009 um 9:14 am

    a very good English summary of the Ravagli/Molau partnership and its political implications for the anthroposophic cult :

    http://zooey.wordpress.com/2009/06/13/desecration/

    “the desecration of law”

    Antwort
  • 3. Axel  |  28. Juni 2009 um 10:18 pm

    Hallo Ansgar,

    bevor Du mit dem Blog hier richtig durchstartest, mach doch bitte auf einer Unterseite oder irgendwo in einer Ecke eine Angabe dazu, wer Du eigentlich bist – im Moment ist das Blog nämlich vollkommen anonym. Wer über die „Namenstänzer“ hierherkommt, weiß natürlich wer Du bist, aber andere Leute eben nicht.

    Und bitte-bitte setze nach öffnenden und vor schließenden Klammern kein Leerzeichen, das ist falsch und stört beim Lesen (und ich gehe mal davon aus, daß ich sicher nicht der einzige bin, der sich daran stößt).

    So, nun aber viel Erfolg mit dem Waldorfblog, und daß es länger existieren und erfolgreicher sein möge als die „Namenstänzer“!

    Antwort
  • 4. flash  |  5. Juli 2009 um 10:42 am

    Gut!

    Antwort
  • 5. Wolfgang Stadler  |  2. März 2012 um 7:19 pm

    Lieber Ansgar Martins,

    Du schreibst viel Interessantes. Und kritisierst viele Anthroposophen – oft zurecht. Egal ob es um den „Europäer“ geht oder anderes aus der Anthroszene. Allerdings ist da auch immer eine Art „Demolieren“ der Gedanken Steiners dabei. So daß ich mich mittlerweile ernsthaft frage, was Du denn noch für seriös und glaubwürdig und zeitgemäß hälst, von dem, was Steiner geschrieben bzw. erzählt hat. (Sind für Dich z.B. Luzifer, Ahriman, Christus nur „Bilder“ – oder geistige Realitäten?) Über eine ernstgemeinte Antwort würde ich mich wirklich freuen!
    Viele Grüsse
    Wolfgang Stadler

    Anmerkung AM

    Als Nicht-Anthroposoph kann ich AnthroposophInnen nicht vorschreiben, wie ihre Lehre „zeitgemäß“ aussähe… Das müssen AnthroposophInnen selbst machen!

    Antwort

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Zum Autor

Hallo allerseits,
Ich bin Ansgar Martins, geb. 1991 und war bis Juni 2010 Schüler an der FWS Mainz. Inzwischen studiere ich Religionsphilosophie, Soziologie und Geschichte in Frankfurt a. M. Dieser Blog ( dessen "Leitbild" ganz oben rechts ) ist mein persönliches Projekt, um die oft einseitigen und selbstgerechten Pro- und Contra-Positionen in der Debatte um die Waldorfpädagogik und Anthroposophie kritisch zu kommentieren. Ich hoffe, das gelingt, und freue mich über Rückmeldungen jeder Art!

Kommentare

Jeder Artikel kann kommentiert werden. Da ich aber bei Internetdiskussionen zu diesem Thema schon einiges an widerlichen Unterstellungen und Beleidigungen von pro- wie antianthroposophischen Seite gelesen habe, werden die Kommentare aber vor ihrer Veröffentlichung geprüft und ich behalte mir vor, sie ggf. zu kürzen oder nicht freizuschalten. Ich will damit niemanden "zensieren", sondern versuchen, eine faire und möglichst sachliche Diskussionskultur zu schaffen.

Haftungsausschluss für externe Verweise und Links

Mit Urteil vom 12.Mai 1998 hat das LG Hamburg entschieden, dass mensch durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der verlinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann, so das LG, nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

Da ich dieses Risiko gerade bei den bekannten Verstiegenheiten anthroposophischer Websites nicht eingehen will, distanziere ich, Ansgar Martins, mich hiermit vorsorglich von ausnahmslos allen Gestaltungen und Inhalten sämtlicher fremder Internetseiten, auch wenn von meiner Seite ein Link auf besagte Internetseite(n) gesetzt wurde.

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