Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus: Wie England den Deutschen Volksgeist zerstörte

21. November 2013 at 1:18 pm 15 Kommentare

Rudolf Steiner war vieles, aber kein Freund weltanschaulicher Kompromisse. Im Ersten Weltkrieg lief der esoterische Vollzeitpatriot zur völkischen Höchstform auf: Alle Welt habe sich gegen das ehrliche, freiheitsliebende Deutschland verschworen. Seine völker- und rassentheoretischen Positionen hat der Anthroposoph niemals zu revidiert. Umso bemerkenswerter, dass er nach dem Ersten Weltkrieg die vorher apodiktisch abgelehnte Schuld Deutschlands an diesem Krieg eingestand: „Die Welt will ein ehrliches Wahrheitsbekenntnis des deutschen Volkes … Und diese Wahrheit, sie ergibt, recht gelesen, die restlose Verurteilung der deutschen Politik. Eine Verurteilung, die schärfer nicht sein könnte.“ (GA 24, 387)

Trotz dieser (impliziten Selbst-)Kritik Steiners haben sich seine Gedanken während der Zeit des Krieges in Anthroposophistan bis heute nicht erledigt. Wer denkt, geschichtsrevisionistisches und verschwörungstheoretisches Gedankengut spiele in heutigen anthroposophischen Kreisen keine Rolle mehr, kann sich jedenfalls in der aktuellen Ausgabe von „Anthroposophie weltweit – Mitteilungen Deutschland“ (11/2013, S. 6) eines Besseren belehren lassen. Dort wird über eine Tagung der deutschen Anthroposophischen Gesellschaft berichtet, die vom 3. bis zum 6. Oktober 2013 in Kassel stattfand. Der Pathos, mit dem im Mitteilungsblatt über die Veranstaltung berichtet wird, zeigt, wie sehnsuchtsvoll anscheinend auch viele heutige Anthroposophen am deutschen Wesen genesen möchten:

„Die mit Recht groß angekündigte Kassler Herbsttagung zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges und zu Rudolf Steiners diesbezüglichen Aussagen war nicht nur für die Veranstalter, die AGiD und den Kassler Zweig, ein großartiger Erfolg, sondern auch für die etwa 250 Besucherinnen und Besucher ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis.“ (Verlust der Mitte – das tragische Schicksal Mitteleuropas, ebd.)

Zweifellos. Denn die 250 Besucherinnen und Besucher hörten Thesen, die auch Steiner schon im Ersten Weltkrieg von sich gab: Der kosmpolitische „deutsche Geist“ und seine Inkarnationsplattform „Mitteleuropa“ stehen für den universellen Frieden. Der wurde verhindert, und zwar von allerlei Geheimbünden, die sich hinter konkurrierenden esoterischen Fraktionen (namentlich der Theosophie), den USA und England verstecken. Letztere beherrschen die Welt mehr oder weniger vollständig, haben aber zumindest die deutsche Mission (deren wichtigstes Medium natürlich die Anthroposophie ist) erfolgreich an seiner weltumspannenden Sendung gehindert.

heise-karte

„In den geheimen Zirkeln der englisch sprechenden Welt“ ersonnene „Neugestaltung Europas“: Verschwörungstheoretische Karte Steiners, abgedruckt bei dessen Schüler Karl Heise: Entente-Freimaurerei und Weltkrieg (Basel 1918). Heise, Anhänger der Ariosophie, arbeitete später mit Alfred Rosenberg zusammen und wurde auch von Himmler geschätzt.

Vom romantischen Protest gegen die Aufklärung zum reaktionären gegen die Weimarer Demokratie haben einsame deutsche Seelen sich mit solchen Elementen aus dem nationalen Verschwörungsbaukasten die wärmende Brust ihrer „Volksseele“ zusammengezimmert. Solchermaßen vor kritischen Einsichten in Geschichte und Gesellschaft geschützt, ließ sich das Modell auch problemlos ins 20. und 21. Jahrhundert übertragen. Zwar ist in der anthroposophischen Bewegung ständig von „Menschheitsentwickelung“ und einem fortschrittsoptimistischen Konzept der Bewusstseinsgeschichte die Rede. Die Geschichte seit 1918 scheinen die Referenten oder jedenfalls der zitierte Berichterstatter der Tagung zwar abstrakt zur Kenntnis genommen, aber, mit Verlaub, nicht wirklich nachvollzogen zu haben: Wenn im eingangs erwähnten Tagungsbericht die „80er Jahre“ angeführt werden, bezieht sich das auf das 19. Jahrhundert. Wenn Stephan Stockmar (s.u.) in einer Paraphrase des Hauptredners Markus Osterrieder von „den Juden“ spricht, dann, um an deren sog. „Heimatlosigkeit“ zu erinnern – als wäre nicht zwischenzeitlich Israel gegründet worden. Wenn der Flyer der Tagung „die europäische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ erwähnt, ist damit nicht etwa die Shoa oder der Zweite Weltkrieg gemeint, sondern das „geschichtliche Geschehen“ des Ersten, in dem Rudolf Steiner sukzessive ab 1917 seine sog. „Friedensinitiative“ der Sozialen Dreigliederung entwickelte.

Deren faktische Irrelevanz ist natürlich auf das ‚Angloamerikanertum‘ zurückzuführen. Dass der Westen sich gegen „Mitteleuropa“ verschworen habe, ist jedenfalls für den Berichterstatter in „Anthroposophie weltweit“ eine zentrale Botschaft der Tagung gewesen:

„Gehen wir ein wenig in die Details von Osterrieders und Boardmans Darstellungen, dann zeigte sich vor allem Eines: die zielsichere Instinkthaftigkeit derer, die von westlicher, vor allem britischer Seite aus seit den 80er Jahren an der Vorbereitung der Neuordnung Europas durch die Inszenierung nicht nur des Ersten, sondern auch des Zweiten Weltkrieges mitgearbeitet hatten. Fast blieb einem bei manchen Darstellungen Boardmans, die britische Seite betreffend, angesichts der Eindeutigkeit des hier Enthüllten der Atem stehen. Könnte Boardman vor englischem Publikum solche Enthüllungen ungehindert aussprechen? Man war geneigt, solches zu bezweifeln.“ (ebd.)

Nicht nur den Ersten, sondern auch den Zweiten Weltkrieg hatte also die ‚westliche‘, ‚britische‘ Welt zu verschulden. Dies ist Geschichtsrevisionismus in mindestens zwei wohl bekannten Kategorien: Die Verschwörungstheorie einer „Kriegsschuldlüge“ wird ebenso aufgetischt wie eine (gleichwohl implizite, auf Verschweigen beruhende) Relativierung der Alleinschuld der Nazis am Zweiten Weltkrieg. Dazu kommen diverse abstruse Vorstellungen über ‚okkulte Logen‘ auf der Hinterbühne des Weltgeschehens. Der pauschale Ausdruck Geschichtsrevisionismus ist aber schwammig, weil die Geschichte hier auf spezifisch anthroposophische Weise revidiert wird. So werden, und das ist durchaus bemerkenswert, keine klassisch-revisionistischen Argumente angeführt: Zweifellos würden die Referenten solche in ihren vulgären, etwa rechtsradikalen Formen, auch deutlich ablehnen. Vielmehr überlagert eine theosophisch-okkultistische Geschichtsdeutung so gut wie alles, was wir heute über die behandelten Ereignisse wissen. Nationalsozialismus, Kaiserreich, Deutschnationalismus, Antisemitismus, Militarismus usw. usf. werden nicht etwa willentlich einer Apologie unterzogen, sondern schlicht und ergreifend ausgeblendet. In der anthroposophischen Geschichtsmetaphysik ist allem Anschein nach angesichts der Steinerschen Verschwörungstheorien für die reale Geschichte Deutschlands kein Platz.

Erster und Zweiter Weltkrieg sind vielmehr in erster Linie Beiprodukte der englischen Herrschaftspläne, durch die an der sog. „Neuordnung Europas“ „mitgearbeitet“ worden sei. Was genau da „enthüllt“ wurde, liest sich in der Paraphrase von Stephan Stockmar, Chefredakteur der Zeitschrift „Die Drei“, wie folgt: Wikinger und Araber haben den englischen Geist zur Weltherrschaft geführt und dieser hat die Regierung inzwischen an die USA abgetreten. Oder ausführlicher:

„Terry Boardman, Autor und Dozent aus England, zeichnete in seinem Vortrag den Weg »Vom englischen zum amerikanischen Weltreich« nach. Auch er nahm im frühen Mittelalter seinen Ausgangspunkt, als England von Norden her dem Einfluss der rücksichtslos erobernden, seefahrenden Wikinger ausgesetzt war und von Süden her dem der arabischen Welt, der seinen Niederschlag in der Intellektualität von Oxford und Cambridge fand. Über den Hundertjährigen Krieg und die imperiale Epoche, als sich die Engländer als von Gott erwähltes Volk verstanden, die Gründung des englischen Geheimdienstes im 16. Jahrhundert, der über lange Zeit durch die bis heute im Oberhaus aktive Adelsfamilie der Cecils getragen wurde, führte Boardmans Darstellung schließlich in die Zeit des Ersten Weltkriegs, in der England den Stab der globalen Vorherrschaft an die USA abgeben musste. Zum Schluss kam er noch besonders auf die Rolle von Sir Edward Grey zu sprechen: Seiner Auffassung nach hätte dieser den Ersten Weltkrieg verhindern können, wenn er Deutschland über Englands Verhalten im Falle eines Einmarsches in Belgien nicht im Unklaren gelassen hätte.“ (Stockmar: Rudolf Steiner, der Erste Weltkrieg und das Schicksal Mitteleuropas)

Neben Boardman und Osterrieder redete Hartwig Schiller, Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Der hat viel Enthusiasmus für die „Mysterien des Nordens“ und (sofern Stockmars Zusammenfassung das Wesentliche trifft) auf der Tagung Thesen wiederholt, die er auch andernorts schon ausführlich ausgebreitet hat, etwa 2007 in der Waldorf-Zeitschrift „Erziehungskunst“. Neben einer Dreiheit von geographisch in Nord, Süd und Ost zentrierten Mysterien geht es unter anderem um eine Urgeschichte der Germanen, in der neolithische Felsenzeichnungen Symbole des Ersten Goetheanums zeigen und gotische Heerführer das Wort dazu gefunden haben sollen: „Ich“. Osterrieder enthüllt andere geschichtsmetaphysische Sepkulationen, die ’nur‘ ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Aber fest steht für alle: Der Individualismus und der freie Mensch seien geistig Produkte Deutschlands, d.h. „Mitteleuropas“ – eine Idee, die Fichte und der (von Steiner immer wieder gelobte) völkische Prophet Julius Langbehn auch schon vertraten. Der Wert des Individuums und des Internationalismus wird keineswegs über Bord geworfen, sondern mit dem „Deutschtum“ in eins gesetzt, während England eine kollektivistisch-kapitalistische Schreckensherrschaft verkörpert.  Deutschland kommt dem gegenüber nurmehr eine „Mitschuld“ am Ersten Weltkrieg zu, die im „Nichtergreifen“ seiner globalen „Aufgabe“ bestehe. Zwischenzeitlich habe sich immerhin eines geändert: sogar Nichtdeutsche können nun „im eigentlichen Sinne Mensch werden“:

„So stand am Ende dieser vielschichtigen Darstellung der Eindruck, dass gerade im Nichtergreifen einer menschheitlich-geistigen Aufgabe Deutschlands Mitschuld am Kriegsausbruch liegt. Natürlich könne man auch weiterhin das Mitteleuropäische immer wieder beschwören. Doch die Gelegenheit, im eigentlichen Sinne Mensch zu werden, besteht heute allerorten. Und Osterrieder hält es für möglich, dass im Zuge beider Weltkriege eine speziell für Mitteleuropa bestehende Entwicklungschance unwiederbringlich verloren gegangen ist.“ (Stockmar, a.a.O.)

Auf den „Geheimdienst“ Englands und die Überzeugung einer britischen Auserwähltheit wird mit Empörung reagiert, dagegen ist die Auserwähltheit Deutschlands offenbar Selbstverständlichkeit. Es bedurfte anscheinend zweier Weltkriege, um einen anthroposophischen Vortragsredner davon zu überzeugen, es sei auch nur „möglich“[!], dass „Mitteleuropa“ eine „Entwicklungschance“[!] verpasst haben könne. Dass „Mitteleuropa“ dem Rest der Welt besagte Kriege und Auschwitz brachte, wird wieder nicht erwähnt. Und auch das ‚Verpassen‘ der ‚Chance‘ liege selbstverständlich daran, dass man nicht deutsch (denn das heißt ja „menschheitlich“) genug gewesen, sondern dem Vorbild Englands gefolgt sei. Stockmar über Osterrieder:

„Es geht ihm also nicht um ein Volk und seine Kanzlerin, sondern um Kultur und Sprache als innere Heimat. Die Fragen nach der seelischen Mitte Europas und nach dem, was es ausmacht, ein Deutscher zu sein, entwickelte er aus der Stimmung der Heimatlosigkeit, wie sie auch bei den Juden zu finden ist. Allerdings, frei nach Fichte: Als Deutscher ist man nicht geboren! Und genau hier beginnt die Problematik auch im Sinne Steiners: Das Seelische muss aus dem Ich heraus wieder neu geboren werden. Doch gerade das offizielle Deutschland war zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit ganz anderen Fragen beschäftigt, die es England nacheifern ließ und dadurch in den Nationalismus trieb.“ (ebd.)

Ob die Erwähnung der ‚heimatlosen‘ Juden den Umstand demonstrieren soll, dass man möglichst schnell über diesen Status hinauskommen müsse, ob damit etwas Glanz vom auserwählten Volk geborgt, eine besondere geistige Flexibilität behauptet oder aber der vermeintliche Opferstatus der Deutschen beschworen werden soll: ich vermag es nicht zu sagen. Klar ist nur, dass die Anthroposophie der von allen anderen verhinderte Nucleus des deutschen Wesens ist, das bestimmt war, den freien, schöpferischen „eigentlichen Menschen“ zu erschaffen: Das Seelische kommt aus dem Ich und das Ich aus Deutschland, das Deutschthum liegt nicht im Geblüthe, sondern im Gemüthe. Die zitierten Positionen sind schlichte, aber konsequente Ergebnisse einer in die Gegenwart verlängerten anthroposophischen Geschichtsdeutung: Alle Augen sind auf Steiner gerichtet, der mit seinem „mitteleuropäischen“ Okkultismus alles ganz anders hätte machen können, wären die Mächte von Ost und West nicht gewesen.

„Denn immer wieder wurde auf eindrückliche Weise deutlich: Der mitteleuropäische Okkultismus eines Rudolf Steiner, das hier in Kassel bereits vor Ausbruch des 30-jährigen Krieges vergeblich wirksame Rosenkreuzertum, die Anthroposophie rechnet mit dem freien Willen des sich entwickeln wollenden Menschen – weder durch Manipulation, noch durch Suggestion, sondern durch das frei angebotene «Erkenne dich selbst» wirkt der mitteleuropäische Einweihungsweg, während von Ost und West mit manipulativen, das freie Erkenntnisvermögen und den freien Willen übergehenden, letztlich unmenschlichen, ja Menschen verachtenden Methoden gearbeitet wurde und weiterhin gearbeitet wird.“ (Bericht in Anthroposophie weltweit, a.a.O.)

Diesen Gedanken hat Lorenzo Ravagli zu seinem zynischen, antihumanen Ende weitergedacht. Bei ihm müssen weniger „Ost und West“, dafür aber die Nazis und nicht näher definierte Linke als „Archonten“, gnostische Schattengötter, herhalten, die den Weg der anthroposophischen Mission blockieren:

„Die alten Mächte, die Archonten dieser Welt, bäumten sich umso mehr gegen das Licht auf, das in ihre Finsternis schien, als dieses Licht in immer mehr Menschen zu leuchten begann … wie auf der einen Seite das Licht einer friedenstiftenden, menschheitsversöhnenden Erkenntnis durch das Wirken Rudolf Steiners aufleuchtete, während sich auf der anderen Seite die individualitätsauslöschende, hasserzeugende Finsternis durch das Wirken von Gegenmächten ausbreitete. Diese geistigen Gegenmächte bedienten sich kollektivistischer und totalitärer gesellschaftlicher Formationen, die sich in offener Feindseligkeit gegen die alles umfassende Generalreformation des Abendlandes stellten, auf welche die Anthroposophie hinzielte und strebten die Auslöschung jener spirituellen Strömung des christozentrischen Individualismus an, die ihre eigene Herrschaft untergrub. In seltener Einmütigkeit verbündeten sich schließlich der autoritäre Konservatismus kirchlicher und nationalistisch-völkischer Provenienz und der kollektivistische Progressismus der Linken, um die einzige geistige Strömung zu vernichten, die den Untergang des Abendlandes hätte verhindern können, den sie durch ihren eigenen Antagonismus am Ende herbeiführten.“ (Ravagli: Peter Selgs Steiner-Biographie)

An dieser Aussage Ravaglis lässt sich einmal mehr demonstrieren, wie anthroposophischer Geschichtsrevisionismus funktioniert: Da der Weltenlauf sich ausschließlich um Steiner dreht, der nicht nur „Geisteswissenschaftler“ ist, sondern (Stichwort: Anthroposophie – eine Religion?) auch das ultimativ erlösende Wissen verkündet, fällt alles Gegenläufige anscheinend unter den Tisch. Jede Katastrophe wird zur „Feindseligkeit gegen die alles umfassende Generalreformation“ Steiners, während dessen Ressentiments akzeptiert und zur Rasterfahndung nach Feinden verwendet werden. Und Steiner hielt die Anthroposophie nicht nur für abendländisch, sondern eben auch primär: für „deutsch“, den Ersten Weltkrieg für „angloamerikanisch“ usw. usf. Dies öffnet Tür und Tor für historische Verdrehungen. So schlimme Sachen wie Krieg können mit dem ‚wahren Deutschtum‘ nichts zu tun haben: Was nicht sein darf, kann nicht sein – ein Spruch, dessen Gegenteil das 20. Jahrhundert mehrfach in schrecklichen Ausmaßen gezeigt hat. Die Realitätsresistenz der Anthroposophie verhindert freilich jeden Zweifel an einer der Geschichte immanenten Vernunft, an die Stelle von Entsetzen tritt eine ultimative kosmische Geschwätzigkeit.

Zum Ersten Weltkrieg und Steiners Ansichten dazu hat Osterrieder, promovierter Historiker, offenbar auch noch ein 1400-seitiges Buch geschrieben, 14 Jahre dafür recherchiert – all das finanziert von der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Ob sich darin valide historische Forschung findet oder derselbe Unsinn, wie ihn die zwei zitierten Tagungsberichte nahelegen, sei mal dahingestellt: Ich würde mit ersterem nicht mehr rechnen. Der Tagungsbericht in „Anthroposophie Weltweit“ schließt mit der sorgsam als Frage formulierten Andeutung:

Das Rosenkreuzertum im Zeichen Michaels wurde hier in seiner ganzen Größe, aber eben auch Tragik sichtbar. Denn was alles hätte verhindert werden können, wenn mehr Menschen sich zum Ersten Goetheanum, dem kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Wahrzeichen des in der Äthersphäre der Erde anwesenden Friedensbringers errichteten Menschheitsbaus gefunden und daran mitgearbeitet hätten, diesen Friedensimpuls in Europa auszubreiten?“ 

Aber bevor wir dazu möglicherweise nicht erst 2033 neue Märchen hören werden, die die Verschwörungstheorien zum Ersten Weltkrieg alt aussehen lassen könnten, steht erst 2014 an, das von weiteren Tagungen dieser Art nicht verschont bleibt. In „Anthroposophie Weltweit“ findet sich direkt unter dem Tagungsbericht ein Aufruf zur Gestaltung einer weiteren, auf der es um Helmuth von Moltke gehen soll. Für die wird das Team Boardman und Osterrieder noch um Thomas Meyer erweitert, Chefredakteur der Zeitschrift „Der Europäer“. Von Osterrieder erfährt man noch, dass er „auch bereit ist, für Schüler ab der 12. Klasse vorzutragen (interessierte Geschichtslehrer mögen sich melden).“ (ebd.) „Erkenntnisse“ ähnlich den zitierten sind also nicht dem Arkanbereich der Anthroposophischen Gesellschaft vorbehalten. Geht es nach deren Aktivisten, sollen sie offensichtlich auch bald an der einen oder anderen Waldorfschule Thema sein. Derweil ist mit einer adäquaten Kritik des universalistisch-nationalistischen „Deutschtums“ nicht zu rechnen: Die üblichen Möchtegernkritiker der Anthroposophie beschränken ihre „Rassismuskritik“ in aller Regel auf das Zitieren von Steiners pittoresken „Neger“-Tiraden.

Aktualisierung: Offenbar gab es auch schon eine kritische inneranthroposophische Reaktion von Ramon Brüll (Info3). Darin wird auch der Name des Berichterstatters für „Anthroposophie weltweit“ genannt: Andreas Neider. Brüll schließt: „Etwa 100 Jahre, nachdem jene „zielsichere Instinkthaftigkeit“ sich formierte, die Neuordnung Europas vorzubereiten, in der Friedensbewegung der 1980-Jahre, tauchte der auf Bertolt Brecht zurückgehende Spruch auf, ‚Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin‘. Denkt man Neiders ‚Geflunker‘ (Steiner a.a.O.) zu Ende, kann es sich dabei nur um eine Umdeutung durch die eine oder andere schwarzmagische Loge handeln. Der Slogan hätte lauten sollen: ‚Stell dir vor, es droht Krieg, und alle gehen nach Dornach!'“

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15 Kommentare Add your own

  • 1. Ronald  |  21. November 2013 um 10:01 pm

    Das übliche Getöne aus der Gummizelle.
    Wer finanziert diese „Hasser“ eigentlich ? Anthroposophische Gesellschaft – ist schon klar. Woher hat sie das Spielgeld? Über die Schulgelder der (ätzend) ahnungslosen Waldorfeltern, oder gießt die Götz Werner-Stiftung auch etwas in d i e s e trüben Tassen??

    Ansgar, ich bewundere Dein Engagement sowie die Ergebnisse.

    Anmerkung AM

    Danke für die Rückmeldung! Die Anthroposophische Gesellschaft finanziert sich ganz gut selbst. Mitgliedsbeiträge, Spenden – zwar ist sie wie die Kirchen (wenn auch natürlich in ganz anderem Maßstab) von Mitgliederschwund und Überalterung betroffen, aber Tagungen funktionieren offensichtlich. Sicher wird im einen oder anderen Fall eine Stiftung dabei sein, in diesem Fall wohl eher der Verlag, der Osterrieders Pamphlet drucken wird (Freies Geistesleben). Die Mitgliedsbeiträge von Eltern an Waldorfschulen müssen durchaus primär sowas wie die Mensa, die Mitarbeitergehälter, Renovierungen usw. usf. finanzieren, die staatlichen Zuschüsse sind eben auch keine Vollfinanzierung – der Bund der Freien Waldorfschulen veranstaltet auch seine eigenen Tagungen. Schillers verlinkter „Erziehungskunst“-Artikel ging beispielsweise aus einem Vortrag zur Greifswalder „Goethe und der geistige Hintergrund des Nordens“-Tagung hervor.

    Antwort
  • 2. Dschungelfee  |  22. November 2013 um 10:40 am

    Lieber Ansgar,
    hier mal eine Frage zum Verhältnis von Bloggen und Journalismus: Ein Blog über eine Tagung, bei der man nicht war, d.h. ein Kommentar über einen Bericht zu einem Vortrag – im Journalismus wäre das ein wenig verzeihlicher Kunstfehler bzw. eine echte Zumutung für den Leser, der doppelt Aufgebrühtes vorgesetzt bekommt und sich selbst kein Urteil bilden darf (wozu er ein Recht hätte!). Was soll’s?

    Herzliche Grüße
    Dschungelfee

    Liebe Dschungelfee,
    das journalistische Kunsthandwerk in allen Ehren. Wenn Geschichtsrevisionismus in einem offiziellen anthroposophischen Nachrichtenblatt so offen ausgebreitet wird und selbst Stockmar einen ähnlichen Bericht schreibt – dann ist schon das Grund genug für Berichterstattung, selbst wenn beide die Tagung (warum auch immer) völlig falsch beschrieben haben sollten. Der Leser kann auch über den gefährlichen Quatsch von Neider und Stockmar urteilen. Natürlich ist es bequemer, solche Formaleinwände vorzuschrieben, als das zu tun.
    Herzlich grüßt zurück,
    Waldorfblog

    Antwort
  • 3. Michel Gastkemper  |  24. November 2013 um 8:38 pm

    Lieber Ansgar,
    ‘Der Individualismus und der freie Mensch seien geistig Produkte Deutschlands, d.h. “Mitteleuropas” – eine Idee, die Fichte und der (von Steiner immer wieder gelobte) völkische Prophet Julius Langbehn auch schon vertraten.’
    Das Letzte verstehe ich nicht. Julius Langbehn war der Autor von ‘Rembrandt als Erzieher’, und das ist ein Buch dass Steiner konsequent kritisiert hat, also nicht immer wieder gelobt. Er schrieb z.B. März 1892 (sehe http://anthroposophie.byu.edu/aufsaetze/p118.pdf, S. 318):
    ‘Diese Mängel in unserem geistigen Leben hat nun jüngst ein Buch bloßzulegen versucht: «Rembrandt als Erzieher. Von einem Deutschen.» Schlimm genug, dass gerade diese Schrift eine solche Verbreitung gefunden hat. Mängel sehen und darüber herfallen ist nicht schwer, wohl aber den Ursprung derselben aufsuchen. Man gehe vierzehn Tage hindurch jeden Abend in einen Gasthof, wo gebildete deutsche Bier-Philister sitzen, setze sich abseits und lausche ihren kritischen Redensarten. Dann gehe man nach Hause, notiere sorgfältig, was man gehört, setze zu jedem Satze ein Zitat aus einem bekannten Schriftsteller hinzu. Nach vierzehn Tagen schicke man dieses «Sammelwerk» in die Druckerei, und ein zweites Buch wird den deutschen Büchermarkt zieren, das in nichts dem «Rembrandt als Erzieher» an Wert nachstehen wird.’
    Dasselbe auch in ‘Mein Lebensgang’, Kapitel 13. Oder hättest Du andere Quellen?

    Lieber Michel,
    danke für diese Kritik! Du hast recht, da habe ich Steiner offensichtlich unterkomplex dargestellt. Zunächst ging es mir um den Konnex von „Deutschtum“ und Individualismus – und da ist Langbehn einer DER völkischen Autoren, die das ‚Individualistische‘ als „Grundzug“ der Deutschen beschreiben (interessant auch die Parallelen in der Goethe-Rezeption, siehe hier zu Steiner und Langbehn Karl Robert Mandelkow: Goethe in Deutschland. Rezeptionsgeschichte eines Klassikers, Bd. I, München 1980). Aber das sind ja strukturelle Parallelen – und nichts davon relativiert Steiners wiederholte Abgrenzung. Der Fehler liegt bei mir: Den Aufsatz von 1892 kannte ich, ich hatte aber angenommen, dass Steiner seinen Standpunkt revidiert haben muss – denn das Urteil in „Mein Lebensgang“ kannte ich nicht. Ich hätte mich auf Äußerungen wie diese gestützt:

    „Und so hat denn der ‚Rembrandt-Deutsche‘ diesen großen Ansatz genommen, gewissermaßen
    hinzuweisen: Besinnet euch einmal, was es eigentlich heißt, sich zu solchen Quellen des Menschtums durchzuringen, wie Rembrandt sich durchgerungen hat. — Nachdem das in seiner Seele gelebt hatte, verfiel er immer mehr und mehr wahrscheinlich, man könnte sagen in eine Art Verzweiflung, daß solche
    Quellen in der Menschheitsentwickelung doch nicht vorhanden seien, und trat dann zum Katholizismus über, das heißt, er suchte doch wieder in etwas Althergebrachtem und Vergangenem Trost für dasjenige, wofür er einen großen Anlauf genommen hat in seinem Buch ‚Rembrandt als Erzieher‘, einen Anlauf, der aber doch nicht genügt hat, um wirklich in ein Geistesleben einzudringen, wie es die Zukunft tragen muß.“ (GA 292, 143)

    Mir scheint das in gewisser Hinsicht auch der aufschlussreichere Kommentar zu sein: Anders als in der (äußerst schönen, übrigens!) Polemik, die Du zitierst, sagt Steiner hier etwas zu konkreten Inhalten von „Rembrandt als Erzieher“, nämlich: Langbehn sei auf der richtigen Spur gewesen, aber noch nicht weit genug gegangen. Auf den nächsten Seiten folgt dann eine Schilderung Rembrandts, die einige Parallelen zu dessen Interpretation in „Rembrandt als Erzieher“ aufweist (aber das darzustellen wäre ein eigener Artikel). Gemeinsam mit dieser Stelle haben die von Dir zitierte Abhandlung und ihre Wiederaufnahme in „Mein Lebensgang“, dass Langbehn als zu oberflächlich dargestellt wird. Interessant wäre die Frage, warum Steiner in den „offiziellen“ Statements (also einem Zeitungsartikel und seiner Autobiographie) polemisch-skeptisch bleibt, in Vorträgen (aber keine Stelle ist so lang wie die oben auszugsweise zitierte) dann jedoch eine konstruktiv-kritische Langbehn-Rezeption kennt. Welche Motivation steckt hinter diesen widersprüchlichen Rezeptionen? Hat Steiner seine Meinung tatsächlich zwischendurch (dann aber mehrfach?) verändert? etc. etc.

    Auf jeden Fall: Nochmal danke für den Hinweis, besonders die Stelle aus „Mein Lebensgang“!

    Antwort
  • 4. Herrmann  |  25. November 2013 um 3:08 pm

    http://www.zeit.de/1966/09/nebel-ueber-mitteleuropa
    Ein Artikel aus der Zeit von 1966, wo dieses Thema anhand von Frau Riemeck schon besprochen wurde. Diese Geschichtsrevisionisten und Haverbecks finden immer wieder Unterschlupf bei Steiner und Anhang. Danke dass so junge Menschen wie Herr Martins die Dinge auf den Boden bringen. Thanks!
    war nicht Lord Stanhope auch ein Engländer der das Kind Europas raubte KASPAR HAUSER…..huhuhu gruselig……ein Blitz….ein altes Schloss…..eine Karte vom geteilten Deuschland 50 Jahre vor der Teilung…..huhuhuhu…….ein harmonisches Bild von blonden Kindern die sich Zöpfe flechten und Blockflöte spielen und Formen zeichnen Hakenkreuze und so……huhuhu…jeder kanns dann nach seiner Facon weiterausspinnen. Jeder der Britische Geschichte kennt weiss, dass die besiegten Staaten geteilt werden um so Sicherheitskräfte zu sparen Divide and rule wurde überall gemacht und wurde überall gewusst. Djermanistan hat Pech oder verdammtes Glück gehabt im Mai 1945, dass es von diesen Supermenschen befreit wurde.
    Und jetzt ist gut!
    Shalom
    Herrmann Finkelsteen
    P.S. was mich einfach ärgert, dass so Verlage wie Freies Geistesleben das mit finanzieren wenn so Shame on you!

    Antwort
  • 5. Terry Boardman  |  26. November 2013 um 7:33 pm

    Hello Ansgar Martin, With regard to the comment by Stephan Stockmar which you have chosen to reproduce in your observations on his report of the Kassel conference in October – „Könnte Boardman vor englischem Publikum solche Enthüllungen ungehindert aussprechen? Man war geneigt, solches zu bezweifeln” – Stephan Stockmar, Ramon Bruell and yourself only needed to make a few mouse clicks and you would have discovered „solche Enthüllungen“ at my website http://www.threeman-org, and from there and elsewhere online, including Youtube, you would have found that not only did I write such things in my first book „Mapping the Millennium – Behind the Plans of the New World Order“ (1998 & 2013) but that I have given many lectures on and written about these and related subjects in the English-speaking world (e.g. Britain, Ireland, Australia, America) and elsewhere since the 1990s to both anthroposophical and non-anthroposophical audiences. I have encountered both approval from these audiences, as well as opposition and criticism from some historically ignorant people, including, of course, some anthroposophers, whose thoughts on these subjects reflect the *constant* propaganda of the mainstream capitalist Establishment of the Anglo-American, Neo-Roman Empire and its foreign, satellite „Provinces“.

    If, after the absurdities of the official conspiracy theory of 9/11 and the ‚Obama-killed-Osama‘ nonsense, even the revelations of people like Sybil Edmonds, Bradley Manning and Edward Snowden do not suffice to awaken people to the reality of this Imperium and of the spirit that has animated it since the days of William Pitt the Elder, then frankly, only the words of Schiller can apply: “Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.” Clearly, that is as true in Germany as anywhere else. Indeed, the Germans have less excuse than most people because in Rudolf Steiner they had amongst them one of the greatest spirits that has ever walked the earth but failed to recognise it and turned instead to ‚that other Austrian‘ for inspiration.

    But, if you’ll permit a trivial analogy, when a young dreamer, his eyes on the clouds, slips on a banana skin while walking down the street, the fault is NOT ONLY his if the banana skin was deliberately put there by his jaded and jealous uncle so that the youngster would slip and break his back. The fault lies with BOTH of them – stupidity and lack of attention to reality on the part of the nephew AND vicious malevolence on the part of the uncle. When the uncle seeks to assert to everyone that the fault was ONLY the nephew’s, then THAT IS A LIE. It is up to those who realise this to redress the one-sided balance. Germany’s error in 1871-1914 was to seek to *copy* the materialism and global imperialism that was represented above all by Britain. It is sheer Dummheit and historical ignorance to deny: a) that that materialism and global imperialism (as well as the racism, Social Darwinism and eugenics that went with it) was a product that was, above all, more so than in any other European country, ‚Made in England‘ and b) that the drive towards that materialism and global imperialism go back a very long way in British history.

    For some light reading, I recommend to you „All the Countries We’ve Ever Invaded: And the Few We Never Got Round To“ by Stuart Laycock. (http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1/280-6649023-7414654?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=Stuart%20Laycock) Of the 193 countries that are currently UN member states, Britain has invaded or attacked 171. That’s almost 90 per cent. Quite a ‚heritage‘. Think about it.

    Antwort
  • 6. Terry Boardman  |  26. November 2013 um 9:38 pm

    Korrektur: http://www.threeman.org

    Antwort
  • 7. Willy, Thomas und der Wolf im Schafspelz | waldorfblog  |  20. Januar 2014 um 10:16 pm

    […] Freilich, solche Verschwörungstheorien sind unter vielen Anthroposophen noch mehrheitsfähig (vgl. Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus). Sie auf einen Steiner so geneigten Forscher wie Clement anzuwenden, blieb jedoch dem rechten Rand […]

    Antwort
  • […] Verharmlosung von Erstem Weltkrieg und Nationalsozialismus nachtragen lässt. (vgl. Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus) Dass auch Mentzel an diesem Gedankengut nichts auszusetzen hat und Kritik an Osterrieders Thesen […]

    Antwort
  • […] Die stehen hinter allem Ausdenkbaren: Wissenschaftlichen Büchern über Rudolf Steiner, hinter dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, der EU, den demokratischen Kräften in der Ukraine – und den USA ja ohnehin. Meyer zitiert […]

    Antwort
  • […] die Entwicklung und das Antlitz der Anthroposophie und ihres Gründers Rudolf Steiner (1861-1925) eingegraben. Dazu befragte ich Peter Staudenmaier (Juniorprofessor für Neuere deutsche Geschichte an der […]

    Antwort
  • […] Steiner-Ausgabe verbrochen, den Ersten Weltkrieg und so nebenbei noch den Zweiten ausgeheckt (vgl. Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus). Wer dazu die Macht und den Willen hat, kann zweifellos auch im Handumdrehen jede erdenkliche […]

    Antwort
  • […] Anthroposophen – und bis heute, wie hier verschiedentlich dokumentiert. (vgl. EU und Ukraine, Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus) Natürlich ist anthroposophischerseits von “Brüdern des Schattens”, […]

    Antwort
  • […] Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus: Wie England den deutschen Volksgeist besiegte “Das Karma der Unwahrhaftigkeit” […]

    Antwort
  • […] Markus Osterrieders zum Ersten Weltkrieg überwiegend positiv aufgenommen haben (vgl. Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus), hat mir die Zeitschrift Info3 in ihrer Dezember-Ausgabe Platz für einige kritische Fragen an […]

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  • […] Anthroposophischer Geschichtsrevisionismus. Wie England den deutschen Volksgeist besiegte […]

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Zum Autor

Hallo allerseits,
Ich bin Ansgar Martins, geb. 1991 und war bis Juni 2010 Schüler an der FWS Mainz. Inzwischen studiere ich Religionsphilosophie, Soziologie und Geschichte in Frankfurt a. M. Dieser Blog ( dessen "Leitbild" ganz oben rechts ) ist mein persönliches Projekt, um die oft einseitigen und selbstgerechten Pro- und Contra-Positionen in der Debatte um die Waldorfpädagogik und Anthroposophie kritisch zu kommentieren. Ich hoffe, das gelingt, und freue mich über Rückmeldungen jeder Art!

Kommentare

Jeder Artikel kann kommentiert werden. Da ich aber bei Internetdiskussionen zu diesem Thema schon einiges an widerlichen Unterstellungen und Beleidigungen von pro- wie antianthroposophischen Seite gelesen habe, werden die Kommentare aber vor ihrer Veröffentlichung geprüft und ich behalte mir vor, sie ggf. zu kürzen oder nicht freizuschalten. Ich will damit niemanden "zensieren", sondern versuchen, eine faire und möglichst sachliche Diskussionskultur zu schaffen.

Haftungsausschluss für externe Verweise und Links

Mit Urteil vom 12.Mai 1998 hat das LG Hamburg entschieden, dass mensch durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der verlinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann, so das LG, nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

Da ich dieses Risiko gerade bei den bekannten Verstiegenheiten anthroposophischer Websites nicht eingehen will, distanziere ich, Ansgar Martins, mich hiermit vorsorglich von ausnahmslos allen Gestaltungen und Inhalten sämtlicher fremder Internetseiten, auch wenn von meiner Seite ein Link auf besagte Internetseite(n) gesetzt wurde.

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